Google+

Dienstag, 15. Dezember 2015

Tages Anzeiger und Der Bund mit ausführlichem Bericht über EHC Arosa

Der Tages Anzeiger und der Bund widmen in ihren Dienstag-Ausgaben dem EHC Arosa viel Platz. Die Tageszeitungen berichten von den Geschehnissen im Club in den letzten Monaten. Hier der Artikel von Journalist Marco Keller:

Die Aufbruchsstimmung nach dem Niedergang

Vor wenigen Monaten noch schien der EHC Arosa dem Untergang geweiht. Nun steht der Traditionsverein vor der Rückkehr ins Nationalliga-Eishockey.

In dieser Woche blickt die Eishockey-Schweiz wieder einmal nach Arosa. Wenn Patrick Fischer am Wochenende erstmals das Nationalteam führt, wird auch immer wieder der Name des Ferienortes fallen. Zum letzten Mal vorerst, läuft doch der Vertrag für die Arosa Challenge wegen unterschiedlicher finanzieller Vorstellungen aus.

Für die lokalen Eishockeyfans war der vorweihnächtliche Termin zuletzt die einzige Möglichkeit, vor der Haustüre Spitzeneishockey zu sehen. Dies, weil der EHC mit dem neunfachen Meister, der den Titel zuletzt 1982 gewann, schon lange nur noch den Namen gemein hat. Jahrelang dümpelte er in der 1. Liga vor sich hin, letzte Saison war der Abstieg nach zwei Saisonsiegen in 33 Spielen sogar besiegelt.

So folgte im Frühling eine Grundsatzdebatte: Soll es in Arosa mit Eishockey weitergehen? Wenn ja, wie? Folgende Szenarien wurden diskutiert: Endgültiges Lichterlöschen, 29 Jahre nach dem freiwilligen Abstieg in die 1. Liga; Rückzug in die 4. Liga; oder Einschlagen einer Vorwärtsstrategie. Letztere Option wurde durch den Wunsch des Verbands erleichtert, die NLB aufzustocken. Arosa bewarb sich, erhielt aber negativen Bescheid. Den Bündnern wurde aber angeboten, in der 1. Liga weiterzuspielen. Entgegen ersten Absichten nahmen sie an. Wir wussten aber, dass wir nicht mehr so weitermachen konnten, und investierten, blickt Präsident Ludwig Waidacher zurück. Das Budget wurde um 200000 Franken auf 750000 erhöht.

Die Wende kam aus dem Unterland

Das Engagement Waidachers ist zentral. Der einstige Meisterverteidiger und achtfache Vater - drei Töchter spielen im ZSC und im Nationalteam - ist Mitglied des Grossen Rates und bedeutender Unternehmer. Neue Dynamik entwickelte sich mit einem Mann aus dem Unterland: Adrian Fetscherin. Der umtriebige Zürcher, einst vermeintlicher Retter der Kloten Flyers, später bei GC und Thurgau tätig, fing trotz ausgebliebener Promotion als vollamtlicher Geschäftsführer an. Das war unser Glück, sagt Waidacher.

Fetscherin hat zusammen mit Trainer Marcel Habisreutinger das Team umgekrempelt und zwecks Goodwillrückeroberung unzählige Klinken geputzt, der Club wurde in eine AG umgewandelt. Bei der Spielerrekrutierung stand der Identifikationsgedanke im Vordergrund, die neuen Spieler arbeiten und wohnen wieder im Dorf.  Viele Leute hatten sich vom Club abgewendet. Heute lebt der Dorfgeist wieder, fasst Fetscherin zusammen.

Er selber hat die Skeptiker spätestens durch den fast perfekten Saisonstart überzeugt. Arosa war nach Hälfte der Qualifikation und elf Siegen in Serie Erster, belegt heute Platz 2. Es ist wie Tag und Nacht, vergleicht Guido Lindemann, der heutige Vorstand hat in den letzten Monaten sehr viel bewegt. Lindemann, Aroser Institution und einziger Schweizer NLA-Topskorer in 30 Jahren, ist als Helmsponsor eingestiegen. Er ist einer von vielen alten Kämpen, welche die Heimspiele zu Ehemaligentreffen mutieren lassen.

Gemeindepräsident Lorenzo Schmid schwärmt: Wir sind emotional völlig im Aufwind. Die frühere ZSC-Legende ist eine von vielen sportaffinen Führungspersonen mit Türöffnerqualitäten im Ort, neben Waidacher, Fetscherin und Tourismusdirektor Pascal Jenny, dem früheren Handball-Nationalspieler. Diese Sportbegeisterung ist für den EHC natürlich positiv. Wir von der Gemeinde helfen, wo wir können, sagt Schmid, es profitieren ja alle von einem starken Verein.   

Wenn die Euphorie anhält, könnte es also trotz des Endes der Arosa Challenge bald wieder Spitzeneishockey im Schanfigg geben. Waidachers Plan ist klar: Wir wollen den Schritt in die Nationalliga B in den nächsten ein bis zwei Jahren machen. Ob auf rein sportlichem Weg oder durch erleichterte Aufstiegskriterien, möglicherweise auch als Partnerteam von Davos, wird sich in den nächsten Monaten weisen.


NÄCHSTES HEIMSPIEL: Mittwoch, 16.12.2015, 20.00 Uhr, Schweizer Cup: EHC AROSA - EC Wil

Ticketreservationen: sekretariat@ehc-arosa.ch

- VORMERKEN: 28. Dezember 2015: EHC AROSA-Zeitreise
- SPONTAN-UNTERSTÜTZUNG für EHC AROSA: Meine Durchsage, Mein Puck, Mein Powerplay, Mein Match:





- Mitglied sein im "Club 1924" - JETZT ANMELDEN!

- Like die EHC Arosa-Facebookseite
- EHC Arosa-Twitterkanal https://twitter.com/ehc_Arosa