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Sonntag, 31. Januar 2016

Nicht das Resultat schmerzt, sondern die offenen Fragen

Der EHC Arosa zeigt bei der 4:7-Niederlage auswärts gegen Biasca wie schon zuletzt gegen Dübendorf zwei völlig verschiedene Gesichter. Neben einem Drittel mit begeisterndem und beeindruckendem Eishockey, hinterlässt einen die Mannschaft nach Spielschluss rätselratend mit unbeantworteten Fragen.

Angst vor blauen Flecken? Sich zu schade für Defensivarbeit? Warum Gedribbel vor dem eigenen Tor? Wieso nicht von Beginn weg Vollgas?

Kaum hat die Partie begonnen, sieht sich der EHC Arosa 0:3 im Hintertreffen. Natürlich kommen die Tessiner wie Furien und der Druck des Heimteams ist immens. Die Aroser sind aber weiss Gott keine Brezelbuben und könnten dagegen halten. Warum tun sie es nicht?

Erst nach dem zweiten Gegentreffer scheinen die Aroser Gegenwehr zu leisten beginnen. Die Blaugelben bekommen die Partie ab Mitte des ersten Drittels immer besser in Griff und erspielen sich selber Torchancen. Umso bedauerlicher ist es, dass dem HCC Biasca ausgerechnet in der stärksten Phase der Aroser das dritte Tor gelingt. Die Gäste stecken diesen erneuten Nackenschlag allerdings erstaunlich gut weg und erzielen ihrerseits den ersten Treffer. Michael Loosli bezwingt im Powerplay Biasca-Goalie Müller mit einem satten Handgelenkschuss.

Das Tor, 16 Sekunden vor der ersten Drittelspause, ist Gold wert und gibt der Mannschaft von Cheftrainer Hermann Bruderer Mumm - und wie! Die Schanfigger treten plötzlich wie verwandelt auf und spielen von der ersten Sekunde an im Mittelabschnitt tolles Eishockey. Verdienter Lohn sind das Anschlusstor in Unterzahl durch Daniel Rühl und der Ausgleich durch Luca Knutti. Vor der zweiten Drittelspause haben die Aroser gar weitere Gelegenheiten um erstmals in Führung zu gehen.

Umso unerklärlicher ist es, dass der EHC Arosa im letzten Drittel wiederum seine Hausaufgaben nicht macht. Der Beginn der dritten 20 Minuten gleicht dem Spielanfang. Die Tessiner werden zum Toreschiessen eingeladen und entsprechend lassen sie sich nicht zweimal bitten. Im Nu ist die so tolle Aufholjagd aus dem zweiten Drittel dahin. Zum Schluss verliert Arosa 4:7, das letzte Gegentor ist ein Treffer ins leere Gehäuse.

Eigentlich fallen alle Gegentore auf die gleichen zwei Arten. Entweder findet ein verhältnismässig harmloser Schuss aus Distanz den Weg vors Aroser Tor, wo ein Tessiner in der heissen Zone allein gelassen, ablenken kann. Oder die Bündner wollen sich vor dem eigenen Tor - leider jeweils mit verheerenden Folgen - durchdribbeln, statt den Puck kompromisslos wegzuhauen.

Es schmerzt einen zu sehen, wie die Spieler, die alle so gute Anlagen haben, auf Grund dieser Aussetzer in der Defensive, sich selber um die Früchte bringen.

"Aroser, diese Mängel könnt Ihr beheben - ohne Zweifel! Und dann? Dann habt Ihr alle Chancen in dieser Liga. Hopp Arosa!

Die Aroser wirbeln um das Tor von Biasca

Biasca-Goalie Müller unter Druck

Daniel Rühl erzielt in Unterzahl das 2:3

Torschütze Rühl wird beglückwünscht

Rühls Tor ist Teil der zwischenzeitlichen Aroser Aufholjagd

Nach dem 3:3 ist der EHC Arosa sehr nahe an der Führung dran.

HCC Biasca - EHC Arosa 7:4 (3:1, 0:2, 4:1) 
Pista di Ghiaccio, Biasca, 304 Zuschauer, Schiedsrichter: Kohler; L. Nater, P. Nater

Tore: 3. Mazzolini (Christen) 1:0, 4. Incir (Christen, Spinedi) 2:0, 19. Bionda (Gianinazzi, Zanetti) 3:0, 20. Loosli (PP, Brändli) 3:1, 33. Rühl (SH) 3:2, 35. Knutti (Hostettler) 3:3, 43. Spinedi (Christen) 4:3, 51. Rossetti (PP, Incir, Dotti) 5:3, 55. Spindedi (Zanetti, Riva) 6:3, 55. Loosli (Jeyabalan, Pianta) 6:4, 60. Christen (SH, Terzago) 7:4

Strafen Biasca: 7x2 Minuten
Strafen Arosa: 7x2 Minuten

HCC Biasca: Müller; Gianinazzi, Riva, Fontana, Tosques, Fontana, Dotti, Mattiioli, Fratessa, Rossetti, Zanetti, Christen, Colombo, Terzago, Bionda, Mazzolini, Incir, Spinedi

EHC Arosa: Kunz; Hostettler, Rühl, Agha, Pianta, Knutti, Schett, Willi; Loosli, Brändli, Y.Bruderer, Amstutz, Lampert, Jeyabalan, Holinger, Tichy, Kessler, Dimasi

Bemerkungen: Arosa ohne Odermatt, Rufer und F. Bruderer (alle verletzt)

1. Liga Ost, obere Masterround, 8. Runde:
30.01.16 17:15 EHC Dübendorf - EHC Frauenfeld 4:3 n.V.
30.01.16 20:00 EHC Chur - EHC Wetzikon 3:2 n.P.
30.01.16 20:15 HCC BIASCA - EHC AROSA 7:4
 
1. Liga Ost, untere Masterround, 8. Runde:
30.01.16 17:00 Pikes EHC Oberthurgau - EHC Seewen 1:4
30.01.16 17:45 EHC Bülach - EC Wil 7:1
30.01.16 20:15 SC Weinfelden - GDT Bellinzona 1:3


1. Liga Ost, obere Masterround, Tabelle:
01. EHC Dübendorf 8/50
02. HCC Biasca 8/39
03. EHC Chur 8/33
04. EHC Wetzikon 8/29
05. EHC Frauenfeld 8/28
06. EHC AROSA 8/27

1. Liga Ost, untere Masterround, Tabelle:
01. EHC Seewen 8/33
02. EHC Bülach 8/27
03. Pikes EHC Oberthurgau 8/27
04. GDT Bellinzona 8/26
05. EC Wil 8/13
06. SC Weinfelden 8/12

NÄCHSTES HEIMSPIEL: Playoff-1/4-Final, Datum und Gegner noch offen (16. oder 18.2.2016, 20 Uhr)
Ticketvorverkauf: Arosa Tourismus, Sport- und Kongresszentrum Arosa
Ticketreservationen: sekretariat@ehc-arosa.ch

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