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Dienstag, 7. Februar 2017

Frauen-Olympiaqualifikation in Arosa: Altmann und Waidachers im eigenen "Wohnzimmer"

Von Donnerstag bis Sonntag kämpft die Schweizer Frauen-Eishockeynationalmannschaft in Arosa um die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang. Im Schweizer Team mit dabei sind die Aroiserinnen Livia Altmann und die Geschwischter Isabel und Nina Waidacher. Jannine Kamm von Arosa Tourismus hat die drei zum Interview getroffen.

Isabel Waidacher:

·         Können Sie sich noch an die ersten Schritte auf dem Eis in Arosa erinnern?


  Nein, das ist schon zu lange her. Ich kann mich jedoch noch erinnern, dass ich zuerst in der Eiskunstlaufschule war, bevor ich mit dem Eishockeyspielen angefangen habe.

·         Wann sind Sie das erste Mal gemeinsam auf dem Eisfeld gestanden?

Vor etwa 18 Jahren sind wir das erste Mal zusammen auf dem Eisfeld gestanden und hoffe es werden noch viele weitere Male.

·         Was ist Ihre speziellste Erinnerung an Arosa (on-ice)?

Ich habe viele gute Erinnerungen an die Zeit in Arosa. Ein Highlight als Kind war sicher das Hansi-Cup Turnier. 

·         Wie war es, immer mit Jungs zu spielen?

Es hat immer sehr viel Spass gemacht. Wir sind alle zusammen in die Schule gegangen und haben zusammen Eishockey gespielt. Da kannte man sich sehr gut und waren gute Freunde.

·         Ihr Vater und Grossvater spielten beim EHC Arosa und in der NLA, auch Ihre Brüder spielen Hockey. War für Sie von klein auf klar, dass Sie auch Eishockeyspielerinnen werden wollten? Und wie sieht die Unterstützung in der Familie aus? 

Meine beiden älteren Schwestern haben schon gespielt und dann wurden mir die Schlittschuhe eines Tages auch angezogen und es hat mir so gut gefallen, dass ich heute noch spiele.
Ja die Unterstützung ist sehr gut.

·         Wann haben Sie (abgesehen vom Grümpi) Ihr letztes Spiel in der Eishalle in Arosa gespielt?

Das letzte Spiel war etwa vor vier Jahren. 

·         Was wird beim Turnier in Arosa für Sie anders sein, als wenn Sie zum Beispiel in Zürich spielen würden?

Es wird sicher mehr Zuschauer haben und vor Heimpublikum zu spielen ist immer was spezielles und schönes.

·         Dürfen wir mit einem persönlichen Fan-Club aus Familie und Freunden von Ihnen rechnen?)

Bei so vielen Geschwistern kann man auf einen persönlichen Fan-Club zählen. ;) Auch einige Freunde werden sicher dabei sein, um uns zu unterstützen.


Nina Waidacher:

Können Sie sich noch an die ersten Schritte auf dem Eis in Arosa erinnern?

An die ersten Schritte wahrscheinlich weniger, da ich bereits mit ca. 3 Jahren das erste Mal auf dem Eis stand. Ich erinnere mich jedoch noch gut an die ersten Spiele in der Hockeyschule in Arosa.

Wann sind Sie das erste Mal gemeinsam auf dem Eisfeld gestanden?
Ich kann mich nicht mehr genau erinnern bin mir jedoch sicher, dass wir bereits sehr früh zusammen auf dem Eis standen. Livia und Isabel sind 2 Jahre jünger als ich, was heisst, dass ich immer eine Stufe höher war als sie zwei. Ab Mini/Novizen Stufe spielten wir jedoch zusammen in der Mannschaft und hatten immer eine sehr gute Zeit zusammen mit den Jungs.
·         Was ist Ihrespeziellste Erinnerung an Arosa (on-ice)?
An einen einzigen speziellen Moment kann ich mich nicht erinnern jedoch Turniere wie der Hansi Cup in Arosa ist und bleibt für immer eine tolle Erinnerung. 
·         Wie war es, immer mit Jungs zu spielen?
Ich denke für mich gab es nichts besseres, als mit den Jungs bis und mit 18 Jahren zu trainieren und zu spielen. Da wir mit diesen Jungs aufgewachsen sind - in die selbe Schule sind, die Freizeit verbracht haben, hat sicher alles ein bisschen einfacher gemacht. Wir waren zu 100% in der Mannschaft integriert und wurden auch akzeptiert. Ich hatte eine tolle Zeit in Arosa und für mich gab es nichts schöneres, als dort anzufangen Eishockey zuspielen.  
·         Ihr Vater und Grossvater spielten beide beim EHC Arosa und in der NLA, auch Ihre Brüder spielen Hockey. War für Sie von klein auf klar, dass Sie auch Eishockeyspielerinnen werden wollten? Und wie sieht die Unterstützung in der Familie aus?  
Klar, ich kam zum Eishockey, weil mein Vater auch gespielt hat und selber sehr im EHC Arosa involviert ist. Unsere fünf Brüder sind alle jünger als wir 3 Schwestern von da her lag es nicht an ihnen, dass wir heute Eishockey spielen :) In Arosa hast du nicht eine riesige Auswahl an Sportarten, deshalb war Eishockey auch nicht weit weg. Unsere Eltern wollten, dass wir so viele Sportarten wie möglich ausübten und zufälligerweise haben wir uns irgendwann alle für Eishockey entschieden. Die Unterstützung der Familie könnte nicht besser sein und ich bin ihnen für dies unendlich dankbar. Die Zeit, die meine Mutter und mein Vater bereits aufgewendet haben, um uns das Beste zu ermöglichen, ist unglaublich. Egal, wo wir Training hatten oder wo die Camps mit den Nationalteams waren, sie waren immer bereit uns zu fahren und zu unterstützen.
·         Wann haben Sie (abgesehen vom Grümpi) Ihr letztes Spiel in der Eishalle in Arosa gespielt?
Ou, dies ist schon ein Weilchen her. Soweit ich mich erinnern kann, war dies mit 18 Jahren, als ich noch Spiele auf der Novizen Stufe beschreiten konnte.
·         Was wird beim Turnier in Arosa für Sie anders sein, als wenn Sie zum Beispiel in Zürich spielen würdet?
Die Stimmung in Arosa wird bestimmt ein grosser Plus Punkt für uns sein. Dazu kommt es, dass es nichts schöneres gibt, als auf dem Eis, wo man die ganze Kindheit verbracht hat, ein Turnier im Schweizer Leibchen bestreiten zu dürfen. Wir hoffen, dass es eine tolle Atmosphäre im Stadion gibt und dass uns viele Aroser im Stadion unterstützen kommen.
·         Dürfen wir mit einem persönlichen Fan-Club aus Familie und Freunden von Ihnen rechnen?
Ich bin mir sicher, dass meine Familie vor Ort sein wird und uns so gut wies geht unterstützen wird. Auch habe ich bereits ein paar Kollegen angehauen, dass sie dies nicht verpassen dürfen. Ich hoffe, wir können hiermit auch das Frauen Eishockey an die Leute, die dies noch nicht so kennen, näher bringen. Wir freuen uns auf ein tolles Turnier in Arosa!


Livia Altmann:
·         Können Sie sich noch an die ersten Schritte auf dem Eis in Arosa erinnern?
Nicht direkt, aber ich habe ein Foto von meinem Bruder und mir, wo wir noch in der Eiskunstlauf Schule waren um Schlittschuh laufen zu lernen, das war etwa wo ich 6 Jahre alt war. 
·         Wann sind Sie das erste Mal gemeinsam auf dem Eisfeld gestanden?
Ich spielte meistens mit Isabel zusammen etwa mit 7 Jahren das erste Mal, da sie den selben Jahrgang hat wie ich, später dann auch mit Nina. 
·         Was ist Ihre speziellste Erinnerung an Arosa (on-ice)?
Da kann ich jetzt nicht genau eine nennen, ich habe viele schöne Erinnerungen an die Hockeyzeit in Arosa. 
·         Wie war es, immer mit Jungs zu spielen?
Es war sehr gut für mich, da die Jungs sehr schnell sind und ein gutes Niveau haben, konnte ich viel von ihnen lernen. 
·         Ihr Vater spielte beim EHC Arosa und in der NLB, auch Ihre Brüder spielen Hockey. War für Sie von klein auf klar, dass Sie auch Eishockeyspielerinnen werden wollten? Und wie sieht die Unterstützung in der Familie aus?  
Ich wollte einfach immer machen, was mein grosser Bruder machte, deshalb wollte ich auch umbedingt Eishockey spielen. 
·         Wann haben Sie (abgesehen vom Grümpi) Ihr letztes Spiel in der Eishalle in Arosa gespielt?
Das war etwa im 2007.
·         Was wird beim Turnier in Arosa für Sie anders sein, als wenn Sie zum Beispiel in Zürich spielen würden?
Arosa ist für mich Heimat und ein ganz spezieller Ort. Dieses wichtige Turnier in Arosa zu spielen gibt sicher positive Motivation. 
·         Dürfen wir mit einem persönlichen Fan-Club aus Familie und Freunden von euch rechnen?)
Ja, das ist ein weiterer Vorteil, dass es in Arosa stattfindet so können sogar meine Grosseltern ans Spiel kommen. 

Spielplan:

Donnerstag, 9.2.2017
16.00 Uhr: Dänemark – Schweiz
20.00 Uhr: Tschechien – Norwegen

Samstag, 11.2.2017:
16.00 Uhr: Schweiz – Norwegen
20.00 Uhr: Tschechien – Dänemark

Sonntag, 12.2.2017:
16.00 Uhr: Schweiz – Tschechien
20.00 Uhr: Norwegen – Dänemark

Tickets im Vorverkauf gibt es bei der SIHF https://www.eventimsports.de/ols/sihf/ oder am Empfang von Arosa Tourismus.



Livia Altmann sowie Nina und Isabel Waidacher (v.l.n.r.) gewannen an den letzten Olympischen Spielen mit der Schweizer Frauen Eishockey-Nationalmannschaft die Bronzemedaille sowie den Schweizer Meistertitel mit den ZSC Lions Frauen.