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Sonntag, 5. Februar 2017

Gedanken zur aktuellen Situation


Geschätzte Spieler, Trainer, Staff- und Clubmitglieder, Sponsoren und Fans des EHC Arosa 

Es ist mir nach dem aufwühlenden Samstagabend und zahlreichen Gesprächen mit vielen von Euch ein Anliegen, ein paar persönliche Gedanken anzubringen.

Die Enttäuschung bei uns allen ist riesig. Es hat mich unheimlich gemocht, nach Spielschluss in all die traurigen und leeren Augen von Euch Spielern, Trainern und Staffmitglieder schauen zu müssen. Es hat mich sehr traurig gestimmt, dass wir Euch Fans, Interessierten und Sponsoren nicht das zurückgeben konnten, was Ihr verdient hättet. Nach manchen Problemjahren hätten wir gerne allen das Glück des Erfolges geschenkt. Ob Clubmitglied oder Aussenstehender - Alle haben viel investiert und wurden dafür nicht belohnt. Ich hätte es allen so gegönnt.

Die grosse Leere und Trauer nach dem Verpassten stimmt mich mit etwas Distanz zur Schlusssirene zugleich zuversichtlich. Sie zeigt, welch Identifikation mit dem EHC Arosa da ist. Da war keinerlei Gleichgültigkeit ab der Niederlage, sondern echter Frust, für «unseren» EHC Arosa das Ziel nicht erreicht zu haben. Dieser Umstand ist Basis, das Begonnene weiter zu führen.

Auch der Match gegen Seewen hat wiederum das Zuschauerpotential des EHC Arosa aufgezeigt. Bereits zum dritten Mal fand in dieser Saison ein Heimspiel vor vierstelliger Kulisse statt. Ich gehe davon aus, dass wir auch in den anstehenden Playoff ¼-Finals den EHC Bülach vor über 1'000 Zuschauern begrüssen dürfen. Der Club hat seit 2015 diesbezüglich einen enormen Sprung gemacht und die Liebe und das Interesse sehr vieler Leute wieder gewonnen. Und nicht zu vergessen ist die grandiose Stimmung in der Schlussphase des Matches. Wie die Zuschauer im ganzen Stadion den EHC Arosa gewaltig unterstützt haben, war denkwürdig.

Vielleicht hat es sein müssen, dass wir den Sprung in die Swiss Regio League verpasst haben. Die neue Liga wird die teilnehmenden Clubs finanziell schwer an ihre Grenzen bringen und vereinzelt wohl gar existentiell gefährden. Jegliche Aussagen, diese Liga würde keine deutlichen Mehrkosten für Arbeitsausfallsentschädigungen und Reiseauslagen mit sich bringen, ist den Leuten Sand in die Augen gestreut. Der EHC Arosa hat nach Jahren der finanziellen Turbulenzen zur Stabilität gefunden. Diese dürfen wir auf keinen Fall gefährden.

Ich möchte alle, die den EHC Arosa im Herzen tragen, an dieser Stelle aufmuntern und gleichzeitig aufrufen, den Club weiterhin mit voller Kraft zu unterstützen. Der EHC Arosa hat in seiner imposanten, 93-jährigen Geschichte noch jeden Rückschlag überstanden. Und das werden wir auch dieses Mal. Der Verwaltungsrat der EHC Arosa Sport AG und meine Person sind ohne Wenn und Aber gewillt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Unser Team ist gespickt mit tollen Menschen und guten Hockeyspielern. Wir möchten unbedingt Euch als Mannschaft beisammen halten. Den Club zu wechseln, ist einfach. Einen Club wie den EHC Arosa allerdings zu finden, schwer.

Ziel des EHC Arosa ist es nun, ausgezeichnete Playoffs zu spielen. Dies wird gelingen, davon bin ich überzeugt. Die Sonnenstrahlen werden ins Schanfigg zurückkehren. Garantiert.

Allen ein grosses Dankeschön für die bisher riesige Unterstützung.
Hopp Arosa!

Adrian Fetscherin
Geschäftsführer EHC Arosa