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Sonntag, 4. Juni 2017

Auszeichnung für Monika Waidacher, Ohrfeige für Reinach und über 30 Anträge

An der Regionalversammlung Ostschweiz trafen sich in Kreuzlingen die Vertreter der 108 Clubs zur alljährlichen Konferenz. Der EHC Arosa fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

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Das Erfreulichste zuerst: Monika Waidacher, die die gesamte Nachwuchsabteilung beim EHC Arosa durchlief und in der Fortsetzung ihrer Karriere unter anderem an den Weltmeisterschaften die Bronzemedaille gewann und mehrmals Schweizer Meisterin mit den ZSC Lions wurde, erhielt (unter Abwesenheit) von der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) die silberne Ehrennadel für 100 Länderspiele und für ihre besonderen Verdienste fürs Schweizer Eishockey. Kompliment an die SIHF, dass sie solche Ehrungen vornimmt. Der EHC Arosa gratuliert Monika Waidacher ganz herzlich zur Auszeichnung und ist mächtig stolz auf sie!

SIHF-Verwaltungsrat Fabio Oetterli gab bekannt, dass der Verband die Frauen-Eishockey-Weltmeisterschaften 2023 in die Schweiz holen wolle und manifestierte im gleichen Atemzug das Bekenntnis, bis dahin das Frauen-Eishockey im bisherigen Rahmen unterstützen und fördern zu wollen. Die Bemerkung "wie's danach weitergehe, werde man dann sehen", liess die Konferenz-Teilnehmer rätselnd zurück.

Des weiteren sprach Oetterli das Thema der mangelnden Anzahl an Mannschaften im Amateurhockey an und hoffte, dass sich die MySports League-Clubs finanziell nicht übernehmen würden. Die Frage, warum bei diesen Bedenken gar von Seiten der SIHF, die neue Liga denn durchgepaukt wurde, wurde nicht gestellt.

Im Rahmen der zahlreichen Ehrungen erhielt der EHC Lenzerheide-Valbella, mit dem der EHC Arosa im Nachwuchs eng zusammen arbeitet, ein Diplom für den Aufstieg der Junioren A in die Topklasse. Der EHC Arosa stellte mit den Heidnern bei den A-Junioren eine Spielgemeinschaft - was auch in der neuen Saison wieder der Fall sein wird.

Regionalleiter Harry-Louis Beringer wollte in einer Konsultativabstimmung unter den Clubvertretern wissen, wie sie zum Fall SC Reinach stünden, der vom NAC (Nachwuchs- und Amateursportkommittee) grünes Licht für den Direktaufstieg von der 3. in die 1. Liga erhalten hat. Beringer betonte, dass die Delegierten der Ostschweiz den Antrag abgelehnt hätten und dieser Fall das Schweizer Eishockey noch Jahre einholen werde. Die Konsultativabstimmung wurde zur schallenden Ohrfeige für das NAC. Sämtliche Clubs - mit einer Ausnahme - lehnten das Vorhaben der SIHF ab, die Red Lions Reinach (so wird der neue Club heissen) gleich um zwei Ligen auf einen Schlag aufsteigen zu lassen. Einzig der SC Rheintal stimmte dafür - was allerdings einen Hintergrund hatte. Die Rheintaler, die ihrerseits auf einen Aufstieg hoffen (was der EHC Arosa unterstützen würde), protestierten (auf ironische Art) gegen Vorkommnisse hinter den Kulissen. Aus dem Rheintaler Lager hiess es, dass die GDT Bellinzona offenbar bereit gewesen sei, weiterhin in der Zentralgruppe zu spielen, die SIHF allerdings in Eigenregie die Tessiner wieder in den Osten zurückverfrachtet hätte. Damit wurde dem SC Rheintal die Perspektive auf den Aufstieg am grünen Tisch genommen. Noch sei der Doppelaufstieg der Reinacher nicht definitiv abgesegnet, der SIHF-Verwaltungsrat müsse darüber befinden, erklärte Regio League-Direktor Mark Wirz.

Es wurde bestätigt, dass in der kommenden Saison zwischen der MySports League und der 1. Liga volle Durchlässigkeit herrscht und der 1. Liga-Meister aufsteigt. Die 1. Liga-Clubs haben in Zukunft etwas tiefere Ausbildungseinheiten zu bezahlen, was unter anderem auch dem EHC Arosa zu Gute kommt.

Jörg Eberle, siebenfacher Schweizer Meister (2x Davos, 4x Lugano, 1x Zug), der seit vier Jahren beim Schweizerischen Eishockeyverband in der Abteilung "Entwicklung" arbeitet, erzählte ausführlich über die derzeitigen Schwerpunkte. Unter anderem will man das aktuell gute Image der A-Nationalmannschaft in diversen Bereichen nützen. Er referierte auch über eine allfällige Anpassung bei den Altersstrukturen im Nachwuchsbereich.

Die Clubvertreter hatten an der Konferenz zu über 30 Anträgen abzustimmen. In denen ging es unter anderem um den Aufstieg von ausländischen Clubs, Körperchargen in der 4. Liga und im Nachwuchs, Teamkleidung und Trikotnummern, Einsatz von Frauen bei den Junioren, Pflichten des Ersatzgoalies, Anpassung von Transferfristen, Ausländer-Stati, Eisfeldgrössen, Clubfaktoren, Bussen, usw. An dieser Stelle über die einzelnen Abstimmungen zu informieren, würde den Rahmen sprengen. Es handelte sich aber alles um Anträge, die auf den EHC Arosa und seine Mannschaften keine entscheidenden Veränderungen oder Auswirkungen zur Folge haben.

Trotz der 13 Traktanden wurde die Regionalversammlung Ostschweiz verhältnismässig speditiv durchgeführt. Der EHC Arosa dankt den Vertretern des Verbandes für ihren Einsatz fürs Schweizer Eishockey.

Die über 100 Vertreter der Clubs aus der Ostschweiz

Das Regionalgremium Ost mit Leiter Harry-Louis Beringer am Rednerpult.

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EHC AROSA-ONLINESHOP
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