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Sonntag, 31. Dezember 2017

Arosa Ice Classic: So schönes Erlebnis!

Der EHC Arosa gewinnt die Arosa Ice Classic durch einen 7:5-Sieg über die ZSC Lions. 2'318 Zuschauer im ausverkauften Sport- und Kongresszentrum sorgen für eine unvergessliche Hühnerhautstimmung. Der EHC Arosa ist wahnsinnig glücklich, dass die Veranstaltung so gut angekommen ist.
Höchst fair und mit Respekt: Die ZSC Lions übergeben dem siegreichen EHC Arosa den Monster-Pokal für den Gewinn der Arosa Ice Classic.

Irgendwann im Verlauf des Abends, nach dem die Schlusssirene schon vor Stunden geheult hat, ziehen die letzten Zuschauer vom Stadion ab. Freudetrunken zotteln sie durchs Dorf und noch bis weit in die Nacht hinein hallt es "Hopp Arosa" durchs Schanfigg. Arosa und sein EHC erleben einen magischen und geschichtsträchtigen 30. Dezember 2017. "Wia früanar!", hört man immer wieder. Mit früher sind die 1970er und 1980er Jahre gemeint, als der EHC Arosa durch seine Erfolge auf einer riesigen Sympathiewelle schwamm und die Massen in seinen Bann zog. Die Heimspiele waren in den Zeiten der Lindemänner, Mattlis, Neiningers und Staubs pure Festspiele.

Am vorletzten Tag des 2017 waren es die Festspiele von Gruber, Salis, Agha und alle, die zur Aroser Mannschaft gehören, die in einem begeisternden Match das Nationalliga A-Team der ZSC Lions bezwingt. Das glanzvolle 7:5 ist zweitrangig und wird vom EHC Arosa schon richtig eingeschätzt. Und dennoch ist die Leistung der Mannschaft zu würdigen. Mit welcher Leidenschaft und Präzision die Spieler auftreten, macht Eindruck. Das Team spielt fantastisches Eishockey und elektrisiert die Fans. Der EHC Arosa macht ein ganzes Dorf und all seine Fans in der Schweiz enorm glücklich und stolz. Wenn am Tag nach dem Match gefühlt jeder zweite Aroser strahlend mit einer EHC Arosa-Mütze aufgesetzt durchs Dorf läuft, wird einem wieder eindrücklich bewusst, welch' Bedeutung und vor allem welch' Kraft der EHC Arosa für Arosa haben kann.

Das Match schreibt viele Geschichten - auch rund herum. Da ist der Zuschaueraufmarsch, so hoch wie seit über 25 Jahren nicht mehr bei einem Heimspiel des EHC Arosa. Das Stadion platzt aus allen Nähten, die Leute sitzen sich fast gegenseitig auf der Schoss oder stehen sich auf den Zehen. Das Gedränge ärgert niemanden, im Gegenteil. Es ist an diesem Samstag eben wie in alten Zeiten. In der Senioren-Beiz biegen ab dem Gewicht der Hunderte an aufgelegten Würsten fast die Grillstangen durch. Die Kafi Lutz werden in einem Masse bestellt, dass es sich an diesem Nachmittag lohnen würde, eine neue Destillerie, eigens für den EHC Arosa, in Betrieb zu nehmen. Bei der Pausaplatz Bar haben die Statiker ab der Anzahl Besucher leise Befürchtungen, dass der Boden, der zugleich das Dach des Stüblis ist, durchbrechen könnte. Vor dem Stadion werden die Gemeindepolizisten zu Verkehrsreglern. Nur so kann vor dem Spiel die Blechlawine gebändigt werden. Und wenn Zuschauer gar noch fürs letzte Drittel, trotz ausverkauftem Stadion, an den Billettschaltern um Tickets flehen, hat die Aroser Mannschaft offensichtlich es geschafft, ein Dorf mit den Mitteln einer stechmückenden Hockeymannschaft mit dem blaugelben Dengue Fieber anzustecken.

Ari Sulanders Comeback im Tor der ZSC Lions ist eine ganz grosse Geschichte an diesem denkwürdigen Tag. EHC Arosa-Sponsor "utu" macht es möglich, dass "Sulo", extra aus Finnland angereist, an die Arosa Ice Classic kommt und das tatsächlich nach fast sechs Jahren Hockey-Rentnertum. Zu Beginn des letzten Drittels kommen die Zürcher zurück aufs Eis, allerdings ohne Torhüter. Die mehreren Hundert mitgereisten ZSC-Fans fordern lautstark und in Sprechchören die Einwechslung ihres Idols. Und tatsächlich: Da taucht die legendäre #31 in altem Glanz, als wäre er nie weggewesen, auf, und hütet für die letzten 20 Minuten das Tor "seines" ZSC. Am Abend sind Ari Sulander und seine Familie beim Nachtessen auf dem Weisshorn-Gipfel Gast des EHC Arosa.

Für 16 Hockeyschüler des EHC Arosa ist das Einlaufen mit den beiden Mannschaften wohl einer der Höhepunkte des Jahres. Die Kinder dürfen bereits in der Kabine des EHC Arosa und der ZSC Lions mit dabei sein und werden dann von den Profis behutsam aufs Eis geführt. Natürlich sind die Kinder auch dabei, als sich die Mannschaften um ihr eigenes Tor vor Spielbeginn nochmals versammeln und sich einschwören. Es ist zu hoffen, dass die Kids noch lange vom Erlebnis zehren und es sie motiviert, eines Tages auch für den EHC Arosa als Spieler in der ersten Mannschaft auflaufen zu wollen.

Bei der Autogrammstunde nach Spielschluss brechen alle Dämme. Hunderte Fans stürmen die frei gegebene Eisfläche und ergattern sich Erinnerungen von den Arosa- und ZSC-Spielern, die alle in ihren Ausrüstungen ausharren und erst duschen gehen, nach dem alle ihre Autogramme erhalten haben.

Seit über drei Jahrzehnten wird ein Spiel des EHC Arosa erstmals wieder live am Fernsehen übertragen. Teleclub bietet für die Übertragung alles auf, was Rang und Namen hat und liefert eine sensationelle Produktion ab. Das Spiel wird auf dem Free-TV-Kanal "Teleclub Zoom" gezeigt und in mehreren Wiederholungen nochmals angeboten. Teleclub glaubt von Beginn weg an die Idee der Arosa Ice Classic und ermöglicht dem EHC Arosa ein TV-Produkt von unschätzbarem Wert für die Zukunft. Die positiven Rückmeldungen von Seiten Zuschauer sind enorm.

Die ZSC Lions waren für die Arosa Ice Classic ein grandioser Partner. Sofort haben sie die Einladung an die Arosa Ice Classic angenommen und den EHC Arosa in allen Vorbereitungen enorm unterstützt. Die Zürcher zeigten sich extrem unkompliziert und waren für alle, zum Teil auch aussergewöhnlichen Ideen, komplett offen und trugen diese mit. Ein riesiges Dankeschön an die sportliche Führung rund um Sven Leuenberger und Edgar Salis sowie den alten und neuen Trainern Hans Wallson, Lars Johansson, Hans Kossmann und Leo Schumacher und natürlich allen Spielern. Von Seiten Marketing und Kommunikation machten Stefan Wälchli, Roger Gemperle und Sandro Frei einen tollen Job und in der ganzen Organisationsabwicklung André Reinhart. Ein weiteres, dickes Merci an Club 21-Präsident Ernst Meier und den gesamten Verwaltungsrat der ZLE Betriebs AG.

Zuletzt möchte sich der EHC Arosa bei allen Zuschauern recht herzlich bedanken. Die Gäste in Arosa und die Fans von beiden Lagern haben die Arosa Ice Classic zu einem wahren, dreitägigen Eishockey-Festival gemacht. Die Grundidee der Arosa Ice Classic ist es zu 100 Prozent, den Eishockey-Sport in seiner Einfachheit und Unkompliziertheit der früheren Tagen abzubilden. Ein Eishockey-Fest und ein Spiel mit so vielen Zuschauern friedlich, urchig und miteinander in freundschaftlicher Athmosphäre durchführen zu können, ist ein wahres Glück.

Danke,
Euer EHC Arosa

EHC Arosa - ZSC Lions 7:5 (2:1, 1:0 4:4)
Sport- und Kongresszentrum, Arosa, 2'318 Zuschauer (ausverkauft), Schiedsrichter Prugger, Potocan; Fuchs, Stuber

Tore: 9. Gruber (Pfosi, Kunz) 1:0, 10. Agha (Weber) 2:0, 20. Wettstein (Karrer) 2:1, 21. Hostettler (Pfranger, Bandiera) 3:1, 49. Amstutz 4:1, 49. Gruber (Bruderer) 5:1, 50. Guerra (Petterson, Korpikoski) 5:2, 54. Shore (C. Baltisberger, Seger) 5:3, 57. Roner (PP, Hostettler, Agha) 6:3, 58. Wick (Shore, C. Baltisberger) 6:4, 58. Bruderer 7:4, 60. Pettersson (Karrer, Pestoni) 7:5

Strafen EHC Arosa: 3x2 Minuten
Strafen ZSC Lions: 2x2 Minuten

EHC Arosa: Kunz (ab 21. Salis, ab 41. Gadient); Agha, Capaul, Hoffmann, Haueter, Klopfer, Steiner, Pfosi, Gruber, Roner, Bruderer, Bandiera, Hostettler, Pfranger, Webster, Amstutz, Weber, Holinger

ZSC Lions: Schleger (ab 41. Sulander); P. Baltisberger, Karrer, Seger, Hauser, Guerra, Cohen, Kutil, Wick, Shore, Pestoni, Pettersson, Korpikoski, C. Baltisberger, Pfister, Wettstein, Mathew

Bemerkungen: EHC Arosa ohne Sprecher, Dimasi, Carevic und Roner (alle verletzt)

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NÄCHSTES HEIMSPIEL:
EHC AROSA - EHC UZWIL
Samstag, 6. Januar 2018, 20.00 Uhr
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