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Sonntag, 10. Dezember 2017

Derbysieg EHC Arosa! Wie Agha alles zunderobsi bringt...

Mit Leidenschaft, Geduld und Stolz holt sich der EHC Arosa auswärts beim HC Prättigau-Herrschaft den Derbysieg. Andrin Kunz, Nidal Agha, Reto Amstutz und Yannick Bruderer setzen beim 4:3-Erfolg in Grüsch spezielle Ausrufezeichen.

****AROSA ICE CLASSIC - 28. - 30. DEZEMBER 2017****
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Als hätten die Aroser mit dem nun auch noch verletzten Luka Carevic nicht schon genug Personalsorgen, fällt der Mannschaft kurz vor Spielbeginn auch noch Lane Pfosi krankheitsbedingt aus. Von sieben unter Vertrag stehenden Verteidigern hat der EHC Arosa nur noch drei auf dem Matchblatt. Cheftrainer Marc Haueter ist zu weiteren Umstellungen gezwungen und beordert Center Olivier Hostettler an die Seite von Nando Steiner in die Defensive.

Lange Angewöhnungszeit hat die EHC Arosa-Hintermannschaft nicht. Die Prättigauer spielen von Beginn weg hochtourig auf und bringen die Gäste rasch in Bedrängnis. In der zwölften Minute müssen sich die Schanfigger dem Druck ein erstes Mal beugen. Gian-Andrea Thöny bezwingt Andrin Kunz aus dem Slot heraus zur Führung für die Gastgeber. Der Vorsprung hat auch nach dem ersten Drittel bestand, der HCPH ist die bessere Mannschaft.

Im Verlauf des Spiels wird der EHC Arosa nah dies nah stärker. Die 25 abgefeuerten Schüsse im Mittelabschnitt sehen statistisch zwar "nett" aus, in Tat allerdings kommen fast schon vernachlässigbare vier Abschlüsse auch wirklich aufs Prättigauer Tor. Und selbst diese verdienen nicht unbedingt das Prädikat "gefährlich". Immerhin ist das Match unterdessen ausgeglichen und die Aroser leisten vor allem in der Defensive absolut zufriedenstellende Arbeit. Der nach wie vor bestehende 0:1-Rückstand auch nach 40 Minuten lässt den Blaugelben fürs Schlussdrittel die Chance zu, die Partie zu kehren. Und wie sie sie kehren...!

Silvio Mazza, der auf Grund einer Hirnerschütterung von Stammgoalie Jamal Kotry, von den Prättigauern aus dem Torhüter-Ruhestand geholt worden ist, wird im dritten Drittel viel mehr mit Arbeit eingedeckt. Die Aroser, nun mit merklich höherer Schlagzahl unterwegs, haben in der seelenlosen und klirrendkalten Grüscher Eishalle das Zepter übernommen und kommen nach 43 Minuten in einem sehr geduldig gespielten, doppelten Überzahlspiel zum Ausgleich. Die Geduld ist ohnehin an diesem Abend eine der Erfolgstugenden des EHC Arosa. Die Mannschaft verfällt trotz Schwierigkeiten ins Match zu finden, nicht in Nervosität und behält den Glauben an einen positiven Ausgang des Spiels stets im Fokus.

Die zusätzlich freigesetzte Energie durch den Ausgleichstreffer zu spüren, ist eine wahre Freude. In Reto Amstutz' Schuss, der zum 1:1 führt, liegt die Erklärung für den Derbysieg: Ruhe, Glaube, Cleverness, Köpfchen und Leidenschaft. Vor allem die Passion, die sonst den Charakter des Prättigauer Prototyps auszeichnet, strömt bei diesem Derby durch die Adern der Aroser. Eine weitere Niederlage gegen den HCPH kommt für die Haueter-Jungs nicht in Frage. Auch Kai Kesslers Powerplay-Tor, das die abermals durch Captain Amstutz erzielte 2:1-Führung egalisiert, bringt die Schanfigger Moral nicht mehr ins Wanken.

Dafür lässt es Nidal Agha wanken. Und war den Gegenspieler, die Bande und, so hat man das Gefühl, grosse Teile des Herrschaftsgebietes. Unfassbar, zu welch furchtlosem und monströsem Check der 1.70 Meter grosse Arosa-Verteidiger in der Schlussphase ansetzt. Der Gegenspieler tut einem leid, welch gnadenlosem, aber fairen "Untier" er da ausgeliefert ist. Die Bande am Ort des Geschehens muss mit Sicherheit ausgewechselt werden, sie dürfte in der Struktur im Inneren gröbere Risse haben. Und die sich im Winterschlaf befindenden Murmeltiere im Prättigau sind es jetzt nicht mehr. Dieser Bandendonner von Nidal Agha lässt die Atmung der "Munggen" von zwei Zügen pro Minute wieder auf Normal-Respiration schnellen und der Herzschlag stellt sich von 20 Schlägen pro Minute ungewollt zu dieser Jahreszeit wieder auf 200 ein.

Mit niedrigstem Puls dagegen spielt Andrin Kunz. Obwohl in den letzten Wochen wegen einer Hirnerschütterung ausgefallen, agiert "Kuno" bei seinem Comeback mit einer Ruhe, die die Ärzte möglicherweise mit einer "Schilddrüsenunterfunktion" beschreiben würden. Nichts dergleichen ist allerdings der Fall. Kunz spielt einfach gut. Sehr gut. Punkt.

Toremässig den Schlusspunkt in diesem Bündner Derby setzt Yannick Bruderer. Bedient durch Gianrico Colas siebten Assist, gelingt "Bruda" sein siebtes Meisterschaftstor. Die letzten zwei Minuten müssen die Aroser fast gänzlich in doppelter Unterzahl überstehen, Luca Bossi und Livio Roner sind auf die Strafbank verbannt. Auch da zeigt der EHC Arosa nochmals Tugende, die sonst eher den Einheimischen speziell attestiert werden. Die Aroser schlagen die Gastgeber auch ein wenig mit deren Waffen.

Die Aroser Leistung ist nicht zu vergleichen mit jener beim Sieg im Spitzenkampf gegen Frauenfeld. Dazu tritt aber auch der Gegner ganz anders auf und es benötigt auf EHC Arosa-Seite andere Qualitäten. Das Bündner Derby ist eine intensive, aber jederzeit faire Angelegenheit und dürfte, losgelöst vom Resultat, beiden Mannschaft und den Zuschauern Spass gemacht haben.



HC Prättigau-Herrschaft - EHC Arosa  2:3 (1:0, 0:0, 1:3)
Eishalle, Grüsch, 412 Zuschauer, Schiedsrichter Maddaloni; Nyffengger, Torti

Tore: 12. Thöny (Kessler, Däscher) 1:0, 43. Amstutz (PP2, Klopfer, Pfranger) 1:1, 46. Amstutz (Banderia, Agha) 1:2, 47. Kessler (PP, Peterhans, Durisch) 2:2, 56. Bruderer (Cola, Roner) 2:3

Strafen HC Prättigau-Herrschaft: 3x2 Minuten
Strafen EHC Arosa: 6x2 Minuten

HC Prättigau-Herrschaft: C. Mazza; Jaag, Käppeli, Peterhans, Raganato, Durisch, Näf, Casanova, Depeder, Kessler, D. Thöny, S. Mazza, Gabathuler, Siegrist, Däscher, Hemopo, Hertner, G. Thöny, Schumacher, Hobi

EHC Arosa: Kunz; Agha, Klopfer, Haueter, Hoffmann, Hostettler, Steiner, Bandiera, Amstutz, Weber, Holinger, Gruber, Pfranger, Cola, Roner, Bruderer, Webster, Bossi

Bemerkungen: EHC Arosa ohne Sprecher, Dimasi, Seiler, Carevic und Pennaforte (alle verletzt), Pfosi (krank), Gadient (überzählig)

1. Liga Ost, 17. Runde:
09.12.17, HC PRÄTTIGAU-HERRSCHAFT - EHC AROSA 2:3
09.12.17, SC Herisau - EHC Wetzikon 0:9
09.12.17, EHC Frauenfeld - Pikes EHC Oberthurgau 6:3
09.12.17, EC Wil - SC Weinfelden 5:2
09.12.17, GDT Bellinzona - EHC Uzwil 3:0


1. Liga Ost, Tabelle:
01. EHC Wetzikon 17/36
02 EHC Frauenfeld 1734
03 EHC AROSA 17/32
04. GDT Bellinzona 17/32
05. HC Prättigau-Herrschaft 17/26
06. EC Wil 17/25
07. EHC Uzwil 17/19
08. Pikes EHC Oberthurgau 17/18
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09. SC Herisau 17/17
10. SC Weinfelden 17/16

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NÄCHSTES HEIMSPIEL:
EHC AROSA - GDT BELLINZONA
Samstag, 16. Dezember 2017, 20.00 Uhr
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