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Donnerstag, 25. Januar 2018

5 Minuten Biff Baff Buff und die Punkte sind aus Arosa duss

4:5 gegen Frauenfeld. Ein Spiel voller Pfupfs, Mungga, Frust und doch Zuversicht. 

Murmeltiere sind ja nun wirklich ganz süsse Tiere. Gerade wir Aroser mögen sie besonders, schliesslich haben sie bei uns eigentlich einen Heiligenschein. Welche Skihütte nennt ihre Aprés-Skibar schon Munggaloch und kreiert zu Ehren der Murmeltiere mit dem "Munggapfupf" gar einen der weltbesten Hausdrinks. Und doch, liebe Murmeltiere - Ihr regt uns zur Zeit gewaltig auf! Weil, täglich grüsst Ihr! Nicht nur der arrogante, egozentrische und zynische Wetteransager Bill Murray sitzt in der amerikanischen Filmkomödie "Und täglich grüsst das Murmeltier" in einer Zeitschleife und erlebt immer wieder das selbe, sondern auch die willigen, kämpferischen und talentierten EHC Arosa-Spieler. Also, abfahren, Murmeltiere! Geht endlich in Euren wohlverdienten Winterschlaf und kommt erst irgendwann, frühestens Mitte April, wieder aus Eurem Bau heraus! Ihr nervt!

Ungern zugegeben: Die Murmeltiere müssen in diesem Moment für die ewig gleichen Fehler der Aroser herhalten. So. Und nun fertig gewinselt und ungerechtfertigt knuffige Mungga als Sündenböcke hingestellt. Die Mängel, die ewig gleichen Mängel, sind zu augenfällig und selbst für jemanden, der  beim Verfolgen eines Eishockey-Matches Pickel an den Knien bekommt, erkennbar. Allen voran das Überzahlspiel. Heiliger Bimmbamm. Alleine im ersten Drittel kann der EHC Arosa vier Mal im Powerplay aufspielen. Und? Nix. Oh, doch. Ein Schuss. Das ist alles. Tatsächlich. Ein Schuss in acht Minuten bei 5 gegen 4. Insgesamt können die Aroser neun Überzahlspiele bestreiten. Ein Tor schaut dabei heraus, jenes zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung durch Olivier Hostettler.

Ganz anders die Frauenfelder. Sie können fünf Powerplays spielen und erzielen dabei vier Tore, was einer Erfolgsquote von überragenden 80 Prozent entspricht. Der Gast erzielt das 2:2, 3:4, 4:4 und das 5:4 mit einem Mann mehr. Die letzten drei Gegentreffer innerhalb von fünf Minuten zerstören dem EHC Arosa das alles so schön Aufgebaute und Herausgespielte. Da macht der EHCF Biff Baff Buff und die Aroser müssen frustriert die Punkte aus dem Stadion abtransportiert sehen. Dabei zeigen die Schanfigger auch in diesem Match wieder viele, sehr gute Aktionen. Während das erste Drittel von viel Nervosität und Ungenauigkeit geprägt ist, spielt der EHC Arosa einen exzellenten Mittelabschnitt. In den zweiten 20 Minuten und auch zu beträchtlichem Teil im Schlussdrittel demonstriert die Mannschaft ihre Stärke und spielt gross auf.

Diese ewigen zwei Gesichter in fast jedem Match kratzen dem EHC Arosa-Fan arg am Nervenkostüm. Die Gefühlslage dürfte bei allen ambivalent sein. Einerseits ist da der Frust über diese Murmeltier-Sache mit den dürftigen Powerplays, offenbaren Ängsten vor dem Sieg, der grossen Ungeduld bei nicht sofortigem Eintreffen von Erfolgserlebnissen, zu grossem Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft und noch immer nicht ausradierten Defensivmängeln. Und andererseits ist da die Zuversicht mit der beeindruckenden Offensivpower, dem horrenden Tempospiel, der Ausgeglichenheit der vier Linien, sich in Form befindenden Goalies und der immer wieder bewiesenen Stärke und Überlegenheit gegen alle Gegner.

Was kann der EHC Arosa in dieser Saison erreichen? Nichts und alles. Das ist das Verrückte. Die Spannbreite ist enorm. Wenn auch das Match gegen Frauenfeld schliesslich mit einer Enttäuschung endet, so bleibt bei den Zuschauern die Zuversicht, dass diese Mannschaft explodieren kann. Es fehlt so wenig und die Aroser starten durch. Noch allerdings ist die Zündschnur nass. Nicht nur die Wetterprognosen verheissen allerdings Gutes für die Zukunft. Von Champagner kalt stellen will die Mannschaft nichts wissen und ist davon auch weit entfernt. Und wenn's dann doch im Frühling was zu feiern geben sollte, würden die Aroser auch mit Munggapfupf feiern. Schliesslich mögen wir doch alle die süssen, putzigen Pelzentiere.

EHC Arosa - EHC Frauenfeld 4:5 (1:0, 2:2 1:3)
Sport- und Kongresszentrum, Arosa, 726 Zuschauer (inkl. 300 vom EHC Arosa-Fanclub Graubünden gesponserte Tickets), Schiedsrichter Zweidler; Eichenberger, Hollenstein

Tore: 19. Hoffmann (Amstutz) 1:0, 23. Holinger (Capaul) 2:0, 24. Pieroni (Moser) 2:1, 31. Bucher (PP, Rieser) 2:2, 37. Hostettler (PP, Roner, Hoffmann) 3:2, 43. Webster (Weber) 4:2, 48. Fehr (PP, Celio) 4:3, 52. Fehr (PP, Bucher, Rieser) 4:4, 53. Suter (PP, Käser, Geiser) 4:5

Strafen EHC Arosa: 5x2 Minuten,
Strafen EHC Frauenfeld: 9x2 Minuten

EHC Arosa: Salis; Agha, Capaul, Klopfer, Hoffmann, Pfosi, Steiner, Cola, Roner, Bruderer, Bandiera, Bossi, Pfranger, Gruber, Amstutz, Weber, Webster, Hostettler, Holinger

EHC Frauenfeld: Styger; Käser, Suter, Grolimund, Moser, Rieser, Thaler, Kurzbein, Rohner, Lattner, Geiser, Celio, Haldenstein, Pieroni, Jörg, Bucher, Fehr, Fitzi

Bemerkungen: EHC Arosa ohne Sprecher und Carevic (beide verletzt), Gadient (überzählig)

1. Liga Ost, 24. Runde:
23.01.18 EHC Uzwil - SC Herisau 4:3 n.V.
24.01.18 EHC AROSA - EHC FRAUENFELD 4:5
24.01.18 EC Wil - HC Prättigau-Herrschaft 1:2 
24.01.18 GDT Bellinzona - SC Weinfelden 6:4
24.01.18 EHC Wetzikon - Pikes EHC Oberthurgau 6:2

1. Liga Ost, Tabelle:
01. EHC Wetzikon 24/54
02. EHC Frauenfeld 24/52
03. GDT Bellinzona 24/51
04. EHC AROSA 24/39
05. HC Prättigau-Herrschaft 24/38
06. EC Wil 24/33
07. SC Herisau 24/31
08. Pikes EHC Oberthurgau 24/24
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09. EHC Uzwil 24/22
10. SC Weinfelden 24/16


Warum nicht auch als Trost auf die Niederlage gegen Frauenfeld ein Munggapfupf?
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NÄCHSTES HEIMSPIEL => BÜNDNER DERBY:
EHC AROSA - HC PRÄTTIGAU-HERRSCHAFT
Samstag, 3. Februar 2018, 20.00 Uhr
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