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Mittwoch, 14. März 2018

Gedanken zur abgelaufenen Saison 2017/2018

Mit dem Erreichen des Playoff-Finals gelingt den Arosern die beste Saison seit sieben Jahren. Wie schaut man beim Club auf die abgelaufene Saison zurück? Ist man bei den Schanfiggern mit dem Erreichten zufrieden? Wie sind die Perspektiven und Pläne des EHC Arosa für die nächste Saison? Geschäftsführer Adrian Fetscherin schaut zurück und blickt nach vorne.

Geschätzte Sponsoren, Partner, Gönner, Anhänger, Helfer, Spieler und Mitarbeiter des EHC Arosa

Fazit:
Nach fast sechs Monaten Spielzeit mit 38 Meisterschafts-, 3 Cup- und 7 Testspielen sowie der Partie an der Arosa Ice Classic gegen die ZSC Lions, ist die 1. Liga-Saison des EHC Arosa am Dienstagabend zu Ende gegangen. Es ist zweifellos die mit Abstand beste Saison seit vielen Jahren. Auch im Nachwuchsbereich konnte der EHC Arosa viele Erfolge feiern. Die Zusammenarbeit mit dem EHC Lenzerheide-Valbella und dem EHC Chur Capricorns verlief sehr angenehm und kooperativ.

Meisterschaft:
In der Vorbereitung gingen zwar alle Begegnungen, bis auf den Sieg gegen das NLB-Team der GCK Lions, verloren. Die Trainer und die Mannschaft liessen sich dadurch allerdings nicht beirren und gingen konsequent ihren Weg. Von Beginn an der Meisterschaft griffen die Mechanismen und das Team gewann die ersten sieben Matches in Serie. Das fürchterliche 1:9 in Uzwil war der Anfang der resultatmässig sehr durchzogenen Monate November und Dezember. Der Sieg an der Arosa Ice Classic gegen den Zürcher Schlittschuh-Club war der Startschuss zu einem formidablen letzten Meisterschaftsdrittel. Der Mannschaft gelang es erstmals, die Vorstellungen des Trainerduos zu 100% umzusetzen und schöpfte mit dem Erfolg über den Giganten aus Zürich riesiges Vertrauen. In den letzten Qualifikationsmatches liessen die Aroser ihren direkten Konkurrenten um das Playoff-Heimrecht keine Chance und sicherten sich den angestrebten vierten Tabellenrang. In den Playoff-Viertelfinals schaltete de EHC Arosa Kantonsrivale Prättigau-Herrschaft auf kürzestem Weg aus. In den Halbfinals lagen die Bündner gegen Favorit Bellinzona 1:2 zurück und standen in Spiel 4 vier Sekunden vor Schluss vor dem Saisonende. Mit einem wahnsinnigen Kraftakt, Mut und spielerischer Klasse wendete das Team das Schicksal ab und gewann schliesslich mit den gleichen Attributen auch die "Belle" im Tessin. Im Playoff-Final wehrte sich das Team gegen Qualifikationssieger Wetzikon mit allen spielerischen Mitteln und war dem Gegner in zwei von drei Matches ebenbürtig.

Cup:
Enttäuschend ist das Abschneiden im Cup-Wettbewerb. Da hatte der EHC Arosa das Ziel, alle Qualifikationsrunden zu überstehen und erstmals in der Geschichte des Clubs das Hauptfeld zu erreichen. Dieses hätte den Arosern mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Heimspiel gegen einen Nationalliga-Club aus der Ostschweiz (Davos, ZSC, Kloten) eingebracht. Dieses Vorhaben verpassten die Aroser mit dem Ausscheiden in der 5. Qualifikationsrunde.

Kurzanalyse:
Zum totalen Erfolg in der Meisterschaft fehlte der Mannschaft mehr Breite, die vor allem die zahlreichen und langwierigen, verletzungsbedingten Ausfälle wohl aufgefangen hätte. Mit dem monatelangen oder gar saisonalen Out von Adriano Pennaforte, Danilo Dimasi und Nando Steiner blutete insbesondere die Defensive, die von den unter Vertrag genommenen Spielern dadurch fast um die Hälfte reduziert war. Immerhin konnte Arosa in manchen Matches auf die Dienste der beiden Davos-Elitespielern Thomas Hoffmann und Wesley Haueter zählen. Im Sturm machte die Ausleihe des Churers Luca Bossi den "speziellen" und kurzfristigen Abgang von Nils Seiler wett.

Trainer:
Die Mannschaft hat in dieser Saison einen grossen Schritt nach vorne getan. Grossen Anteil daran hat das Trainerduo Marc Haueter / Goran Manojlovic, das es verstanden hat, jeden einzelnen Spieler durch qualitativ gute Trainings, einer klaren Rollenverteilung und Aufgabenstellung sowie Einzel- und Teamgesprächen besser zu machen. Die Aroser entwickelten immer mehr den erforderlichen Mannschaftsgeist, der schliesslich mitentscheidend dazu beitrug, dass der EHC Arosa so Erfolg hatte.

Kadersituation 18/19:
Die sportliche Führung ist bestrebt, die Mannschaft zu ganz grossen Teilen zusammen zu halten. Mit Ramon Pfranger, Patrick Bandiera, Livio Roner, Yannick Bruderer, Nidal Agha und Sven Salis haben Leistungsträger bereits für kommende Saison zugesagt. In den kommenden Tagen will der Club mit weiteren Spielern verlängern. Mit Raoul Dünser stösst ein neuer, sehr routinierter Verteidiger zum Team. Stürmer Gianrico Cola hängt auf Grund seines Berufes die Schlittschuhe an den Nagel. Die beiden Torhüter Andrin Kunz und Tomm Gadient werden den Club, wie sie schon länger angekündigt haben, höchstwahrscheinlich verlassen.


Ausmerzung Schwachstellen:
Bei der Verstärkung der Mannschaft liegt das Augenmerk in erster Linie auf der Defensive und mehr Routine. Zusätzlich ist der EHC Arosa auf der Suche nach einem weiteren, starken Goalie und einer klassischen Nummer 3. Mit dem Zusammenhalten der Equipe und den angestrebten, punktuellen Verstärkungen, hofft der Club auf gute Perspektiven für die kommende Spielzeit.

Zuschauer:
Trotz der sportlich mageren Monate November und Dezember verfolgten im Schnitt über die ganze Saison hinweg 640 Personen die Aroser Matches im Stadion. Dies bedeutet praktisch gleich viele Zuschauer wie sie der EHC Basel als Zuschauerkrösus in der höheren MySports League hat. Einzig der HC Sierre, der wie Basel, ein weitaus grösseres Einzugsgebiet vereint, darf in der Amateurliga auf noch mehr Zuschauer zählen. Den Club freut es enorm, dass deutlich spürbar die Freude und die Identifikation mit dem EHC Arosa weiter wächst. Auch bei den Auswärtsspielen feuern fast immer 50 bis 100 Personen die Mannschaft auf den Steh- und Sitzplatztribünen lautstark an.

Wirtschaftlichkeit:
Der Club hat nach wie vor Verbindlichkeiten, die aus der Vergangenheit bestehen. Zusätzlich war und ist er Opfer von vereinbarten Sponsorenleistungen, die nie bezahlt wurden. Der EHC Arosa muss in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld weiterhin absolut haushälterisch mit den vorhandenen finanziellen Mitteln umgehen und ist um jegliche Unterstützung sehr dankbar. Der EHC Arosa geht keinerlei finanzielle Risiken ein und kann und will sich keine monetären Eskapaden leisten

Philosophie:
Auch wenn es selbstverständlich sein sollte, es in Tat allerdings im Amateur-Hockey nicht ist: Vereinbarte Lohnzahlungen und versprochene Arbeitsstellenbeschaffung haben beim Club höchste Priorität. Jeder Spieler, der weiterhin beim EHC Arosa spielt oder neu dazu stösst, soll auf einen verlässlichen und guten Club als Partner zählen können. Arosa bietet den Spielern in einer einmalig schönen Region ein fantastisches Zuhause und ist bemüht, allen die beste Zeit in ihrer Eishockey-Karriere zu ermöglichen.

Dessert:
Mit der Arosa Ice Classic in der Altjahreswoche hat der EHC Arosa ein dreitägiges Hockey-Festival geschaffen, das riesigen Anklang fand. Das Stadion war bei einem Spiel des EHC Arosa zum ersten Mal seit fast 30 Jahren wieder ausverkauft. Auch im 2018 findet die Arosa Ice Classic zum Abschluss des Jahres statt. Ausführliche Infos folgen.

Danke:
Ganz herzlichen Dank allen Sponsoren, Partnern und Gönnern, die den eingeschlagenen Weg des EHC Arosa mitgehen, sich der Bedeutung des Vereins für die ganze Region bewusst sind und mithelfen, den Eishockeyclub der Aroser weiter voran zu bringen. Ein starker EHC Arosa ist ein starker Partner aller Gewerbetreibenden im Dorf und hat die Kraft, ihnen Wirtschaftliches zurückzugeben.

Merci vielmals allen Saisonabonnenten, die mit ihrem Kauf einer Dauerkarte dem Club eine wichtige Basis geben und sich mit ihren Möglichkeiten zum Club bekennen.

Es ist mir ein grosses Anliegen, allen Funktionären zu danken, die in der Matchorganisation stets anpacken und so den Spielbetrieb ermöglichen. Danke Olga Herda und ihrem Cateringteam im Stübli, den Skilehrern der Arosa Ski- und Snowboardschule für das Betreiben der Gigi Bar, den EHC Arosa-Fanclubs für ihre stete, positive Unterstützung - insbesondere der Fanclub Graubünden mit dem "Wirten" in der Pausaplatz Bar und der Durchführung zahlreicher Anlässe. Herzlichen Dank den EHC Arosa-Senioren für den perfekten Service am Grill - und das seit über 40 Jahren. Merci an Marco Eberle für das Übertragen der meisten EHC Arosa-Matches per Live Stream und Alpinmedic für das Stellen der Sanität. Und ein dickes Dankeschön an die Verwaltungsräte der EHC Arosa Sport AG, die im Hintergrund mit Ruhe und bedacht den Club führen und den Verantwortlichen in der Operative viel Vertrauen schenken.

Der zweitletzte "Händedruck" gilt den Nachwuchstrainern und allen Eltern, die an der Zukunft des EHC Arosa stark mitbauen. Und zu guter Letzt "Danke" allen Nachwuchsspielern sowie Spielern, Trainern und Staffmitgliedern der ersten Mannschaft. Mit Stolz und Leidenschaft trägt Ihr die Aroser Sonne auf der Brust - das hat die abgelaufene Saison eindrücklich gezeigt.

Hopp Arosa!


Adrian Fetscherin
Geschäftsführer EHC Arosa



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SAISONABSCHLUSSFEST: SAMSTAG, 24. MÄRZ 2018
Genaue Infos folgen
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