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Freitag, 9. März 2018

Stromausfall: Der grosse Unterschied zwischen dem EHC Arosa und dem FC Basel

Der Auftritt des EHC Arosa beim ersten Playoff-Finalspiel ist diskussionslos enttäuschend. Die Mannschaft versagt beim 2:6 gegen Wetzikon im Kollektiv, einzelne Spieler tauchen komplett ab. Ohne Strom geht nichts - weder beim EHC Arosa, noch beim FC Basel. Unterschiedlicher könnten die beiden Fälle* allerdings nicht sein.

Stromausfall letzten Samstag im Stadion des FC Basel bei der Partie des FCB gegen den FC Zürich und Stromausfall beim EHC Arosa diesen Dienstag beim Spiel im Zürcher Oberland gegen den EHC Wetzikon. Während der Fall in Basel noch immer ungeklärt ist, ist die Sachlage beim EHC Arosa eindeutig. Sieben Fragen, Antworten und Vergleiche zu den beiden Vorkommnissen.

Sinnbildlich spielte der EHC Arosa im ersten Finalspiel ohne Strom.
Stromausfall vor Anpfiff bei Basel-Zürich (Foto: Homepage fcb.ch)

=> Was ist passiert?
- Vor dem Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich geht am Samstag das Licht aus. Stromausfall im Joggeli. Die Partie findet nicht statt.
- Ab der zehnten Minute fällt am Donnerstag bei den Arosern der Strom aus. Eine Unzahl an Fehlern diktiert den Auftritt der Gäste. Das Lauf- und Tempospiel wird auf Level "Bitte Endgerät sofort an Strom anschliessen" betrieben. Der Einsatz von Härte wird höchstens mit Notaggregat betrieben.

=> Hat die Stromzufuhr nicht mehr geklappt?
- Nein, sagt Lars Knuchel, Sprecher des Basler Elektrizitätswerks IWB: «Auf dem Netz von IWB gab es zum Zeitpunkt des Stromausfalls keine Störung.»
- Nein, sagt EHC Arosa-Geschäftsführer Adrian Fetscherin: "Natürlich war und wurde die Mannschaft in der Halbfinalserie sehr gefordert und es fehlte wohl nun die geistige Frische. Körperlich aber hatte sich das Team gut erholt, so zumindest die Aussage der darauf angesprochenen Spieler".

=> Wo liegt also das Problem?
- Mit der Stromverteilung innerhalb des St. Jakob-Parks ging etwas schief. Gut möglich, dass menschliches Versagen oder gar Sabotage vorliegt. Ein Protest der Fans gegen die Kommerzialisierung im Verein war angekündigt. Sehr wahrscheinlich also, dass FCB-Fans beim Stromausfall ihre Finger im Spiel hatten. Nach dem Stromausfall zeigten die Fans ein Transparent mit der Aufschrift «eSports dr Stegger zoge!».

- Leider waren, mit ein paar ganz wenigen Ausnahmen, fast alle Aroser vom saftlosen Auftritt befallen. An den Fans lag es definitiv nicht. Diese kamen in einer sehr grossen Anzahl aus allen Himmelsrichtungen aus der Schweiz und unterstützten ihren EHC Arosa gewaltig. Auch nach dem halb Dutzend kassierter Gegentreffer machten die Anhänger sehr positiv Stimmung für die Mannschaft und zollten ihr selbst bei Matschschluss und der feststehenden, hohen Niederlage viel aufmunternden Applaus.

=> Wie schwierig ist es, den Strom abzuschalten?
- Gewusst wie! Für einen ausgebildeten Elektriker ist es laut einem Stadion-Experten ein leichtes Spiel, mittels Sicherungen die Natriumdampflampen auszuschalten. Die Lampen kühlen dann ab und fahren runter. Und dann im Normalfall wieder rauf. Oder eben auch nicht. Denn: Bei schnellem Runterfahren des Systems kann es zu Störungen und Schäden kommen. Das ganze System dann in nützlicher Frist wieder hochzufahren bedarf Expertise einer Fachkraft.

- Beim EHC Arosa muss die Frage gestellt werden, kann der Strom wieder auf volle Leistung raufgefahren werden? Natürlich! Die beiden Trainer Marc Haueter und Goran Manojlovic bringen das auf jeden Fall, und zwar schon auf Samstag - also in nützlicher Frist - wieder hin. Das Trainer-Duo wird die Störungen und Schäden beheben. Sie sind die Fachkräfte mit vorzüglicher Expertise.

=> Was macht die Liga?
- Die Ursache des Stromausfalls in Basel bleibt weiterhin Gegenstand von Abklärungen. Die Liga hat einen externen Gutachter auf den Fall angesetzt. Der Gutachter soll und muss Beweise liefern. Der Verband will so rasch wie möglich kommunizieren.
- Die Liga muss in Sachen EHC Arosa nichts unternehmen. Der Stromausfall bei den Arosern ist untersucht, die Abklärungen sind getroffen. Einen externen Gutachter muss nicht ins Schanfigg geholt werden. Die Fakten für das misslungene Spiel liegen auf dem Tisch.

=> Wann kommunizieren der FC Basel und der EHC Arosa?
- Der FC Basel hat zu Wochenbeginn eine Information angekündigt – schweigt aber immer noch. Die Frage stellt sich: Benötigen die Verantwortlichen wirklich fast eine Woche, um ein technisches Problem herauszufinden? Oder steckt mehr dahinter?
- Der EHC Arosa kündigt bereits für diesen Freitag eine Menge Kommunikation an. Unter anderem hofft der EHC Arosa, dass die erlittene Verletzung von Captain Reto Amstutz nicht ganz so schlimm ist. Und dann ist da in erster Linie die riesige Vorfreude auf das Heimspiel am Samstag. Dazu gibt es eine Menge Informationen.

=> Was droht dem FCB, was dem EHC Arosa?
- Bei einem Selbstverschulden droht dem FC Basel eine Forfait-Niederlage. Dann wäre die Meisterschaft womöglich vorentschieden. Es steht also sehr viel auf dem Spiel – für den FCB, den FC Zürich und auch die Berner Young Boys.
- Die Niederlage des EHC Arosa ist amtlich. Die Meisterschaft ist aber bei weitem nicht vorentschieden. Beim nächsten Match steht für beide Clubs viel auf dem Spiel - für den EHC Arosa, aber auch für den EHC Wetzikon. Dies musste schon die GDT Bellinzona nach erfolgreichem und klarem Auftaktsieg beim Gastspiel in Arosa erfahren. Und die Erinnerungen, wie's zum Schluss herausgekommen ist, sind noch sehr jung.

* Die Berichterstattung des Internetportals nau.ch über den Strom-Ausfall in Basel ist in diesen Matchbericht über den EHC Arosa beim ersten Playoff-Finalmatch eingeflochten.

EHC Wetzikon - EHC Arosa 6:2 (3:1, 3:0 0:1)
Eishalle, Wetzikon, 813 Zuschauer, Schiedsrichter Hässig; Blatti, Breitenmoser

Tore: 3. Roner (PP, Agha) 0:1, 12. Vesely (Brandi) 1:1, 12. Bucher (Laimbacher) 2:1, 15. Brandi (Hürlimann, Schneider) 3:1, 22. Vesely (PP, Hürlimann) 4:1, 29. Laimbacher (Kräutli, Buttty) 5:1, 38. Rykart (Rüedi) 6:1, 50. Weber (PP, Klopfer, Cola) 6:2

Strafen EHC Wetzikon: 8x2 Minuten, 1x5 Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe (Schäppi) + 2x 10 Minuten (Eggimann, Rykart)
Strafen EHC Arosa: 11x2 Minuten, 2x5 Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe (Weber, Carevic)

EHC Wetzikon: Neuenschwander; Trippel, Wittwer, Marzan, Kräutli, Schneider, Zuber, N. Rüëdi, Blasbalg, Eggimann, G. Rüedi, Vesely, Bucher, Laimbacher, Butty, Buchmüller, Brandi, Hürlimann, Rykart, Schenk, Schäppi

EHC Arosa: Kunz; Agha, Gruber, Carevic, Hostettler, Klopfer, Pfosi, Cola, Roner, Bruderer, Bandiera, Bossi, Pfranger, Holinger, Amstutz, Weber, Webster

Bemerkungen: EHC Arosa ohne Steiner (verletzt), Haueter und Hoffmann (beide Davos-Elite), Gadient (überzählig)

Playoff-Final, 1. Runde (Best-of-five):
EHC Wetzikon (1.) - EHC AROSA (4.) 6:2 (1:0)

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Nächstes Heimspiel
PLAYOFF-FINAL, 2. Runde
EHC AROSA - EHC WETZIKON
Samstag, 10. März 2018, 20.00 Uhr
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