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Sonntag, 21. Oktober 2018

Fan-Invasion im Aargau: EHC Arosa nach 3:0 über Argovia neuer Tabellenführer

Wie der EHC Arosa die Leute bewegt und welch grosse Fanbasis er auch 32 Jahre nach dem freiwilligen Abstieg aus der NLA noch hat, wird einem an diesem Samstag wieder einmal bewusst. Die gewaltige Anzahl von 250 Fans unterstützt ihre Blaugelben beim 3:0-Auswärtssieg gegen die Argovia Stars und bejubelt die Übernahme der Tabellenführung des EHC Arosa. Leider spielt sich um den niedergeschlagenen Aroser Stürmer Flavio Cola in der unmittelbaren Pflege ein Desaster ab.




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Der EHC Arosa beschert den Argovia Stars die mit Abstand höchste Zuschauerzahl in der Meisterschaft seit vielen, vielen Jahren. Der Sicherheitschef der Aargauer beziffert den Aroser Aufmarsch mit 250 Fans! Es ist unglaublich, in welcher Masse die Aroser Anhänger zum Spiel nach Aarau kommen. Die bedauernswerten Mitarbeiter am einzigen Verpflegungsstand sind im Dauerstress. Die Schlange mit hungrigen und durstigen Arosern zieht sich gefühlt bis zum gleich in der Nachbarschaft angrenzenden Fussballstadion Brügglifeld.


Die Haupttribüne ist gespickt mit EHC Arosa-Fans.


Wo man hinschaut: Ueberall EHC Arosa-Fans im Stadion-Foyer.

Die bei anderen Matches leere Gegentribüne wird an diesem Samstag von den EHC Arosa-Fans eingenommen.

Die Argovia Stars sind vorzügliche Gastgeber. Bereits in der Vorbereitung des Matches sind sie in der Zusammenarbeit mit dem EHC Arosa in zahlreichen Aspekten äusserst hilfsbereit. Den EHC Arosa freut es entsprechend, dass sie mit diesem für sie ausserordentlichen Zuschauerbesuch belohnt werden. 

Völlig missraten tut allerdings die eigentliche Match-Platzorganisation. Als EHC Arosa-Stürmer Flavio Cola kurz vor Schluss, zum Zeitpunkt, als das Spiel längstens entschieden ist, bei einem bedeutungslosen Bemühen um den Puck von Argovias Christoph Frei auf niederträchtige und feige Art mit einem willentlichen Faustschlag in den Nacken niedergestreckt wird und er daraufhin regungslos liegen bleibt, ist weit und breit kein Arzt, keine Sanität und keine Helfer und geschweige denn eine Bahre zum Abtransport des Verletzten zur Stelle. Es ist tatsächlich ein im Einsatz stehender Argovia-Spieler, der mit den Schlittschuhen ab dem Eis geht und eigenhändig eine Bahre in der Eishalle auftreibt. 

Flavio Cola wird schliesslich von den Arosern selber vom Eis in die Garderobe getragen, unterstützt vom Argovia-Sicherheitschef, der offenbar auch noch die Funktion des Retters inne hat. Abgesehen davon, dass die Niederschlag-Aktion von Frei höchst übel ist, ist die ganze Szenerie danach ein Desaster. Nicht auszudenken, gäbe es 'mal einen Fall "Zeiter" in Aarau. Vor ziemlich genau 17 Jahren wurde der frühere ZSC-Stürmer von Churs Johan Witehall unglücklich mit der Schlittschuh-Kufe am Hals schwer verletzt. Sein Leben hing damals am seidenen Faden und nur die anwesende Rettungscrew konnte Zeiters Verbluten verhindern. Wie schwer die Verletzung von Flavio Cola wiegt, werden die nächsten Tage zeigen.

Der EHC Arosa kommt vorzüglich ins Match hinein und fährt den Gastgebern gehörig um die Ohren. Nach dem ersten Drittel führen die Aroser auf Grund der herausgespielten Torchancen mit 2:0 deutlich zu knapp. Zum Schluss wird's ein 3:0-Erfolg. Dabei ist Stürmer Yannick Bruderer mit einem Treffer und zwei Assists an allen Toren direkt beteiligt. Goalie Sven Witschi zeigt wiederum eine starke Partie und bleibt zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentreffer. Die Schanfigger schaffen es nicht, das eigene Spielniveau über die ganze Partie hinweg hoch zu halten. Auch weil die Mannschaft wohl im Endeffekt zu wenig wirklich gefordert wird, lässt sie die Zügel schleifen und hinterlässt daher einen etwas zwiespältigen Eindruck.





Der sechste Sieg des EHC Arosa im sechsten Meisterschaftsspiel bringt ihm neu die Tabellenführung ein. Da der bisherige Leader EHC Wetzikon, wie auch der zweitplatzierte EHC Frauenfeld ihre Matches verlieren, sind die Aroser nun ganz vorne. Ab sofort ist der EHC Arosa der Gejagte und bereits am kommenden Dienstag enorm gefordert und herausgefordert. Mit dem Gastspiel der GDT Bellinzona reist der unterlegene Gegner der dramatischen Playoff-Halbfinalserie von letztem März an. Die Tessiner kommen nicht nur mit einer Topmannschaft und Revanchegelüste nach Arosa, sondern auch mit dem Selbstvertrauen des ersten EHC Frauenfeld-Bezwingers in dieser Saison.

Argovia Stars - EHC Arosa 0:3 (0:2, 0:1, 0:0)
Kunsteisbahn, Aarau, 412 Zuschauer, Schiedsrichter Derada; Cadonau, Lustenberger

Tore: 10. Bossi (PP, Bruderer) 0:1, 19. Bruderer 0:2, 27. Roner (Bruderer) 0:3

Strafen Argovia Stars: 5x2 Minuten
Strafen EHC Arosa: 2x2 Minuten 

Argovia Stars: Wehrli; Eichenberger, Zuberbühler, Barz, Gusset, Wälti, Schöni, Tissari, Cueni, Simmen, Gisin, Scherwey, C. Frei, Steiner, Colangelo, C.F. Frei, Kambouris, Reichlin, Plüss, Künzli

EHC Arosa: Witschi; Agha, Hoffmann, Dünser, Steiner, Hostettler, Klopfer, Bossi, Roner, Bruderer, Cola, Amstutz, Jeyabalan, Bandiera, Bigliel, Pfranger, Tosio, Neurauter

Bemerkungen: EHC Arosa ohne Gruber, Däscher und Carevic (alle verletzt), Roffler, Weber und Salerno (alle Rekrutenschule)

1. Liga Ostgruppe, 6. Runde:
ARGOVIA STARS - EHC AROSA 0:3
Pikes EHC Oberthurgau - HC Prättigau-Herrschaft 2:5
EHC Wetzikon - EC Wil 4:5 n.V. 
Red Lions Reinach - SC Rheintal 2:3 n.V.
EHC Uzwil - SC Herisau 1:3
GDT Bellinzona - EHC Frauenfeld 5:4

1. Liga Ostgruppe, Tabelle:
01. EHC AROSA 6/17
02. EHC Wetzikon 6/16
03. EHC Frauenfeld 6/15
04. GDT Bellinzona 6/12
05. SC Rheintal 6/10
06. HC Prättigau-Herrschaft 6/9
07. Pikes EHC Oberthurgau 6/7
08. SC Herisau 6/7
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09. EC Wil 6/7
10. Argovia Stars 6/4
11. EHC Uzwil 6/3
12. Red Lions Reinach 6/1

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Nächstes Heimspiel:
Dienstag, 23. Oktober 2018
- 20.00 Uhr: EHC Arosa - GDT Bellinzona
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